Sweet Onion kultiviert die umweltfreundliche Herstellung von Architekturmodellen

"Dank der Geschwindigkeit des ZPrinter 310 können wir in aller Regel sehr rasch liefern, selbst wenn wir das Modell mit dem Namen des Kunden in 3D-Druck versehen und die umgebende Topographie einbeziehen. In jeder Hinsicht erwies sich der ZPrinter® 310 Plus als die sinnvollste Option." - Jake Cook, Mitgründer , Sweet Onion Creations

 

Sein Durchbruch kam Anfang 2007 – Sweet Onion Creations, ein Unternehmen, das hochwertige maßstabgetreue Gebäudemodelle für Architekturfirmen und Bauträger auf der ganzen Welt herstellt.

Das von einem Ehepaar mit zwei MBA- Abschlüssen in Bozeman, Montana gegründete Unternehmen wird rasch für seine kurzen Lieferzeiten und seine umweltbewussten Arbeitsweise bekannt.

Sweet Onion druckt seine Architekturmodelle in 3D. Bei dem 3D-Drucken werden physische Objekte anhand von CAD-Dateien erzeugt, ganz so wie herkömmliche Bürodrucker Dokumente anhand von 2D-Dateien erstellen.

Während seiner Studienzeit konnte Sweet Onion-Mitbegründer Jake Cook bei einem technischen Praktikum die 3D-Drucktechnologie in Aktion erleben und war beeindruckt. Ich habe dann nicht weiter darüber nachgedacht, war aber doch überrascht, als ich zwei Jahre später feststellte, dass befreundete Architekten immer noch in der Steinzeit zu leben schienen: Sie hatten noch nie vom 3D-Drucken gehört, geschweige denn sie verwendet, um kostengünstige Konzeptmodelle für ihre Gebäudeentwürfe herzustellen.

Die Herausforderung

Kostengünstige Modellherstellung

Jake und seine Frau Lee witterten die Gelegenheit und stellten ein Jahr lang intensive Marktforschungen zum Bedarf an qualitativ hochwertigen und zugleich kostengünstigen Architekturmodellen an. Sie stellten fest, dass die meisten Architekten entweder viel zu viel Zeit und Geld in die manuelle Fertigung von Modellen steckten oder aber es sich allzu leicht machten und sich mit Darstellungen auf dem Computerbildschirm zufrieden gaben. Ein physisches Modell – um das man herumgehen, dessen Dach man abnehmen und in dessen Korridore man hineinblicken kann – vermittelt einen genaueres Bild und wirkt ansprechender als Bilder auf dem Monitor.

Nach der Marktforschung kam die Geschäftsplanung. Die Cooks beschäftigten sich mit verschiedenen Technologien zur Herstellung physischer 3D-Modelle. Die Stereolithographie (SLA) war unverschämt teuer und hätte ihr Büro, ebenso wie die Modellherstellung im Sprizgussverfahren der FDM-Technik (Fused Deposition Modeling), mit unerwünschten Abfallprodukten belastet. Im Vergleich dazu erwies sich das tintenstrahlbasierte 3D-Drucken der Z Corporation aus Burlington in Massachusetts, USA, als schnellere, kostengünstigere und umweltfreundlichere Alternative zur Herstellung von Architekturmodellen. Mit einem ZPrinter würden die Cooks in der Lage sein, ein Modell in einem Sechstel der Zeit und zu einem Drittel der Kosten zu erstellen, als sie für ein handgefertigtes 3D-Modell veranschlagen müssten.

Die Lösung

ZPrinter

In jeder Hinsicht erwies sich der ZPrinter® 310 Plus als die sinnvollste Option, erzählt Jake Cook. Das Ehepaar zog auch andere ZPrinters – als einzige Geräte auf dem Markt – in mehreren Farben drucken können, stellte aber fest, dass eine Farbe ausreichend war. Obwohl Architekten insgesamt hohe ästhetische Ansprüche stellen, sind ihre Entwürfe und Modelle in aller Regel einfarbig. In der Entwurfs- und Genehmigungsphase kommt es eben in erster Linie auf Form und Raum an.

Anfangs konzentrierte sich das Geschäft von Sweet Onion Creations hauptsächlich auf Architekten in der Bozeman/Big Sky-Region von Montana. Gleich der erste Auftrag war ein Großprojekt – das Modell einer Luxuswohnanlage im mehr als 5500 ha großen privaten Golf-, Ski- und Wildpark-Komplex Yellowstone Club. Bei einem der Gebäude handelte es sich um eine 155-Millionen-Dollar-Villa. Wir waren drei volle Wochen lang ununterbrochen mit der Herstellung des Modells beschäftigt, aber der Kunde war vom Ergebnis begeistert, erinnert sich Cook. Und wir waren es auch.

Das Ergebnis

Weltweit wachsende Nachfrage

Im August 2007 begann das Ehepaar, seine Dienste weltweit über die Website des Unternehmens www.sweetonioncreations.com anzubieten. Nun konnten die Architekten eine beliebige CAD-Datei hochladen, und erhielten in der Regel innerhalb einer Woche ein fertiges Architekturmodell. Seither wird das Unternehmen von Aufträgen und Anfragen aus aller Welt geradezu überschwemmt. Bekannt wurde seine globale Präsenz nicht zuletzt durch ein einfaches Video des Modellierungsvorgangs, das die beiden auf YouTube – http://www.youtube.com/ watchv=rEzugxybKmA – bereitstellten.

Schon am ersten Tag nach der Veröffentlichung des Sweet Onion-Videos, an einem Montagmorgen, erhielt das Unternehmen einen Auftrag von dem Architekten eines Restaurantbetreibers in Birmingham, Alabama. Bereits am Donnerstag derselben Woche hielt der Architekt das Modell in Händen und konnte es am darauf folgenden Montag dem Restaurantbetreiber präsentieren.

Dank der Geschwindigkeit des ZPrinter 310 können wir in aller Regel sehr rasch liefern, selbst wenn wir das Modell mit dem Namen des Kunden in 3D-Druck versehen und die umgebende Topographie einbeziehen, was heutzutage nur noch sehr wenige Modellbauer tun, sagt Cook.

Eine Auszeichnung verschaffte dem Unternehmen noch mehr weltweite Aufmerksamkeit. Es wurde von StartupNation, einer Online-Beratungsseite für Unternehmer, als grünstes Home-Based 100-Unternehmen ausgewählt. Die Cooks waren hoch erfreut über diese Würdigung der Werte und Bemühungen von Sweet Onion. Obwohl umweltbewusstes Handeln heute ein schlagendes Marketingargument ist, erkennen viele nicht, dass es sich auch wirtschaftlich bezahlt macht, bemerkt Cook. Elektrizität ist teuer, und indem wir unseren Stromverbrauch verringern, tun wir nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für unser Unternehmen. Genau so ist es auch mit der teuren Entsorgung giftiger Abfälle: Unser ZPrinter erzeugt praktisch keinen Abfall, und das ist für unser Geschäft ebenso von Vorteil wie für die Umwelt. Ohne jeden Kompromiss.

Um Strom zu sparen, betreibt das Unternehmen den 3D-Drucker in einem kleinen Zimmer mit einem Heizgerät. Die Leuchtstofflampen des Büros stammen aus einer Hausrenovierung. Für jedes gefertigte Produkt kauft das Unternehmen eine Umweltmarke der Bonneville Environmental Foundation (eines Windparkbetreibers), um den Stromverbrauch zu kompensieren. Sweet Onion versendet die Modelle in gebrauchten Kartons mit biologisch abbaubarem Füllmaterial. Außerdem gewährt das Unternehmen Rabatte auf Modelle für Gebäude, die für die Zertifizierung nach den Energy and Environmental Design (LEED)-Standards des U.S. Green Building Council konzipiert oder von LLEDS-zertifizierten Fachleuten geplant wurden. Wie viele andere Benutzer von ZPrinter-Geräten recycelt Sweet Onion das nach dem Druck von 3D-Modellen zurückbleibende Pulver. Der Karton, in dem ein Modell beim Kunden angeliefert wird, enthält auch eine kleine Karte mit Informationen zu den Maßnahmen, die Sweet Onion trifft, um seine Umweltbelastung zu minimieren.

Die Welt beginnt zu verstehen, dass unternehmerisches und umweltbewusstes Handeln kein Widerspruch mehr sein muss, sagt Cook. Wir gewinnen an Boden, lieben unsere Arbeit und minimieren unseren Bedarf an natürlichen Ressourcen. Der ZPrinter 310 Plus ist ein zentraler Bestandteil unseres Geschäfts und unserer Vision. Und obwohl wir in Bezug auf das Unternehmenswachstum vorsichtig sind, freuen wir uns auf den Tag, an dem wir zwei oder drei Drucker benötigen, die mehrere Modelle gleichzeitig herstellen.™