Denby Pottery zieht ungeahnte Vorteile aus 3D-Druckausgabe

"Die Vorstellung gedruckter 3D-Prototypen in unseren Gesprächsgruppen bieten dem Unternehmen ein hohes Maß an Sicherheit in Bezug auf unsere Produktreihen und Benchmark-Daten für unsere geschäftlichen Entscheidungen. Wir brauchen nicht mehr zu würfeln, sondern können gezielt auf die Sieger setzen. Wir haben eine ganze Reihe ungeahnter Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucken entdeckt, die uns unzählige Vorteile bringen, mit denen im Vorfeld niemand gerechnet hatte. Tatsächlich konnten wir die Produktentwicklungsdauer von der Konzeption bis zur Markteinführung von vier auf zwei Jahre verkürzen." - Gary Hawley, Designer, The Denby Pottery Co. Ltd.

 

Every Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass der Ertrag aus einer geschäftlichen Investition alle Erwartungen übertrifft.

Eines der glücklichen Unternehmen, bei denen dies der Fall war, ist die Denby Pottery Company Ltd., der altehrwürdige Tafelgeschirrhersteller aus Großbritannien. Die Firma investierte eigentlich nur in einen 3D-Drucker, um bei Bedarf Prototypen ihrer Designkonzepte anfertigen zu können, stellte jedoch bald überrascht fest, dass das Gerät auch für Zeit und Geld sparende Anwendungen in den Bereichen Marketing, Fertigung und Steinzeugguss hervorragend geeignet war.

Fast zweihundert Jahre nach seiner Gründung produziert das Unternehmen mit 600 Angestellten jährlich mehr als fünf Millionen Geschirrteile, die bei frisch verheirateten Paaren, anspruchsvollen Gastgebern und Kennern auf der ganzen Welt hoch begehrt sind.

Die Herausforderung

Zeit raubende Herstellung von Prototypen

Bevor Denby ein Produkt verkauft, stellt das Unternehmen mehrere Prototypen für die interne Überprüfung her. Während des größten Teils der letzten zweihundert Jahre formten und schnitten die Designer des Unternehmens neue Designkonzepte von Hand aus Gips. Trotz der außerordentlichen Fertigkeiten der Schnitzer, einige hatten mehr als 25 Jahre Erfahrung, waren die Ergebnisse dieses Zeit raubenden Prozesses nie zu 100 Prozent akkurat. Das machte es den Kunden schwer, die vorgeschlagenen Konzepte in allen Einzelheiten zu verstehen. Außerdem bewirkte die Tatsache, dass die Herstellung eines Prototyps bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen konnte, dass das Unternehmen mit der Einführung neuer Produkte möglicherweise zu vorsichtig war.

Was Denby Pottery brauchte, war eine Möglichkeit, die für die Fertigung eines physischen Konzeptprototyps benötigte Zeit zu verkürzen, die Genauigkeit und Qualität dieser Prototypen zu verbessern und den Designern zu erlauben, in das Designatelier zurückzukehren, wo sie sich wieder auf die Entwicklung neuer Ideen konzentrieren konnten.

Die Designer interessierten sich für verschiedene Prototyping-Systeme und luden schließlich die zu einer Demonstration ihrer 3D-Drucktechnologie ein.

Bei einem 3D-Drucker handelt es sich um ein Gerät, das 3D CAD-Daten in ähnlicher Weise ausgibt, wie ein 2D-Drucker den Text und die Bilder auf einem Computerbildschirm. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass ein 3D-Drucker dreidimensionale Modelle und Prototypen aus Verbundmaterial produziert. Die ZPrinter sind die schnellsten auf dem Markt erhältlichen Geräte, und die einzigen, die Objekte in mehreren Farben ausdrucken können.

Die Lösung

3D-Drucken

Denby war rasch überzeugt, dass es mithilfe der Technologie der Z Corporation möglich wäre, Zeit zu sparen, die Genauigkeit der Modelle zu verbessern und Designer zu entlasten, sodass diese sich voll und ganz auf das Design neuer und besserer Produkte konzentrieren konnten. Um ganz sicher zu gehen, verglich Denby die Kosten der Z Printer-Lösung mit denen der Beauftragung eines Servicebüros. Die Analyse ergab, dass die Herstellung eines typischen Modells durch ein Servicebüro doppelt so viel kosten würde wie die Herstellung auf einem eigenen 3D-Drucker. Nach Schätzungen von Denby würde sich ein ZPrinter nicht zuletzt durch seine geringen Betriebskosten innerhalb von vier Jahren selbst bezahlt machen: Sein Druckmaterial beispielsweise kostet nur ein Zehntel bis ein Drittel des für Geräte der Mitbewerber benötigten Materials.

Am 25 September 2003 kaufte Denby den ZPrinter® 310 3D-Drucker, der als schnellster auf dem Markt erhältlicher 3D-Drucker fünf bis 10 mal schneller arbeitet als vergleichbare Geräte anderer Hersteller. Die Erwartungen waren von Anfang an hoch, aber durchaus realistisch.

Das Ergebnis

Zeit- und Geldersparnis, profitablere Produktreihen

Wie erwartet, verringerte der Drucker bei Denby den Arbeitsaufwand für die Herstellung von Prototypen. Die Druckausgabe eines Konzeptmodells nimmt nun nur noch zwei Stunden in Anspruch, im Gegensatz zur Fertigung von Hand, die bis zu vier Wochen dauerte. Somit haben die Designer nun die Zeit, die sie benötigen, um sich im Atelier auf die Entwicklung neuer Designs zu konzentrieren. Sie produzieren rasch und ohne großen Aufwand überzeugende Muster, die sie der Firmenleitung vorlegen und mühelos für weitere Zielgruppen duplizieren können.

Die Designer konzipieren Prototypen in ihrer DeskArtes 3D CAD-Software und übertragen ihre Designs anschließend an den ZPrinter 310. Dann geben wir den Druckbefehl und machen uns eine Tasse Tee, erzählt Designer Gary Hawley. Es bräuchte 10 vollzeit beschäftigte Schnitzer, um mit dem Gerät Schritt zu halten.

Der Drucker spuckt die ganze Woche über und am Wochenende Prototypen aus und ist wesentlich stärker ausgelastet als erwartet. Im Dezember 2006 kaufte das Unternehmen als zweiten den Spectrum ZTM510 mit voller 24-Bit mehrfarbige Unterstützung und einem großen Objektbereich hinzu. Auf den Druckern können von der kleinsten Espressotasse bis zur größten Kasserolle alle Teile ausgegeben werden, die Denby Pottery herstellt, sagt Hawley.

Völlig unerwartet beschert die Herstellung von Prototypen mit dem 3D-Drucken dem Unternehmen auch Zeit- und Geldeinsparungen in den Bereichen Marketing und Fertigung. Die Marketingabteilung verwendet gedruckte 3D-Prototypen in Kundengesprächsgruppen und erhält auf diese Weise ein detailliertes und breit gefächertes Kundenfeedback, bevor sie sich für eine neue Produktreihe entscheidet. Die Kunden halten die Prototypen gern in Händen und glauben in der Regel, sie seien echt, berichtet Hawley. Wir erklären ihnen dann behutsam, dass sie noch nicht ganz serienreif sind.

Da kleine Designvariationen den Unterschied zwischen einem Bestseller und einem Flop ausmachen können, nutzt Denby regelmäßige Gesprächsgruppensitzungen, um ein Design anhand von Kundenwünschen zu überarbeiten. Die Vorstellung gedruckter 3D- Prototypen in unseren Gesprächsgruppen bieten dem Unternehmen ein hohes Maß an Sicherheit in Bezug auf unsere Produktreihen und Benchmark-Daten für unsere geschäftlichen Entscheidungen, erklärt Hawley. Wir brauchen nicht mehr zu würfeln, sondern können gezielt auf die Sieger setzen.

Das 3D-Drucken ermöglicht Denby außerdem, Designmuster nach Belieben an große Einzelhändler weiterzugeben, die die Produktreihen des Unternehmens vertreiben. Neben den Vorteilen einer raschen Bereitstellung handfester Designmuster, die das 3D-Drucken bietet, beeindruckt sie auch die Kunden bei der Besichtigung der Denby-Werkstätten. Den Drucker bei der Herstellung akkurater Modelle zu beobachten, überzeugt sie davon, dass die Marke Denby für fortschrittlichste Technologie und richtungsweisende Unternehmensentscheidungen steht.

Das 3D-Drucken von Prototypen führte bei Denby auch zu einer deutlichen Senkung der Herstellungskosten. Vor der endgültigen Freigabe eines neuen Designs treffen sich die Designer und Hersteller, um die Prototypen zu begutachten und alle potenziellen Schwierigkeiten bei der Fertigung der geplanten Designs zu besprechen. Damit räumt das Team nun an einem Tag Probleme aus dem Weg, die sich früher erst nach drei bis vier Wochen als teure Produktionsfehler bemerkbar gemacht hätten.

Die Genauigkeit der mit dem 3D-Drucker hergestellten Prototypen spart dem Unternehmen außerdem Zeit und Geld, indem es die Fertigung von Gussformen anhand maßstabgerechter Druckmodelle anstelle speziell handgefertigter Formmuster ermöglicht. Dadurch lassen sich Produktionsprototypen nun in zwei und nicht wie früher in sechs Wochen gießen und glasieren.

Schließlich konnte Denby dank des 3D-Drucken auch die Zusammenarbeit mit seinen Partnerunternehmen optimieren. Das Unternehmen lässt Porzellanprodukte von Partnern in Thailand und Portugal fertigen. Bis zur Einführung des 3D-Drucken schickte Denby diesen Partnern reine technische 2D-Zeichnungen, die leicht falsch auszulegen waren. Heute versendet Denby digitale 3D-Dateien und 3D-Druckmuster, wodurch teure und Zeit raubende Fehler praktisch ausgeschlossen werden. Costa Verde Porcelains, ein Partnerunternehmen in Portugal, hat sogar einen eigenen Spectrum Z510-Drucker angeschafft, um die Zusammenarbeit mit Denby und anderen Kunden noch weiter zu verbessern.

Es kommt häufig vor, dass Investitionen unvorhergesehene Entwicklungen auslösen, aber unsere Investition in die ZPrinting hielt für uns die angenehmsten Überraschungen bereit, freut sich Hawley. Wir haben eine ganze Reihe ungeahnter Anwendungsmöglichkeiten der 3D-Druckausgabe entdeckt, die uns unzählige Vorteile bringen, mit denen im Vorfeld niemand gerechnet hatte. Das Ergebnis sind dramatische Zeiteinsparungen und erfolgreichere Produktstarts. Tatsächlich konnten wir die Produktentwicklungsdauer von der Konzeption bis zur Markteinführung von vier auf zwei Jahre verkürzen. Das verdanken wir zu einem großen Teil dem 3D-Drucken und den mit ihr verbundenen Vorteilen.